Edelhard Callies

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Edelhard Callies, geb. 1946 in Braunschweig. Zunächst in öffentlichen Verwaltungen, dann Pädagogik-Studium in Lüneburg (Deutsch, Musik, Geschichte). Lehrer an verschiedenen niedersächsischen Schulen. Schriftstellerisch tätig seit 1979: Lyrik, Kurzgeschichten und Romane.
Wenn Zeit ist: malen, zeichnen, komponieren. Erster Preis im Wettbewerb der Niedersächsischen Landesregierung „Lieder so schön wie der Norden“, Sparte „Texte“ (1989), Preisträger im Jokers Lyrikwettbewerb 2010, Veröffentlichungen in Anthologien, zahlreiche Lesungen im norddeutschen Raum. Mitbegründer der Autorengruppe „Literaturpforte“ (Bremen-Nord) im Jahre 2007.


Bücher

Es brennt das ganze Kind sogar

Roman, 2017
epubli, ISBN: 9783745083293
320 Seiten, €10,99

Hinterpommern 1920. Eduard Reitz und seine Frau Mathilde bekommen das achte Kind, den Sohn Karl. Er bleibt kleiner als die Gleichaltrigen, wird herabgesetzt und ausgeschlossen. Die Demütigungen brennen wie ein Feuer in ihm, und er vergisst nicht, was ihm angetan wurde. Sein despotischer Vater ist kein Halt für ihn. Als seine behinderte Schwester Lenchen, die er besonders liebt, in der Heil- und Pflegeanstalt umgebracht wird, sinnt er auf Rache.

Auf dass sie matt werden zum ewigen Schlaf

Roman, 2013
Windsor Verlag, ISBN: 978-1627840941
236 Seiten, €13,99

Der Tod kommt schneller, als du denkst , sagte der alte Mann. Und er kam schnell. Der Bremer Joseph Grabbert meint, noch einmal das große Glück gefunden zu haben und heiratet die fünfzehn Jahre jüngere Anna Rogosch. Als sie bei einer Bergtour in ihrer rumänischen Heimat verunglückt, glauben ihre Geschwister, dass ihr Schwager sie aus Geldgier umgebracht hat. Von Rache getrieben fahren sie nach Deutschland.

Der Lärm verstummt, bis Stille in dir ist

Anthologie zum 4. Brüggener Literaturherbst, 2012
Geest-Verlag, Vechta, ISBN: 978-3-86685-376-8
566 Seiten, €15,00

Herausgegeben von Ellen Roemer

Das Thema des nunmehr ‚Vierten Brüggener Literaturherbstes‘ – Der Lärm verstummt, bis Stille in dir ist – stellte offensichtlich eine große Herausforderung für viele Autoren dar. Mehr als 5.000 Seiten an Beiträgen von über 250 Autoren aus ganz Europa und Übersee bedeuteten eine fast nicht zu bewältigende Auswahl-Aufgabe. Mehr als 120 Autoren aus der Bundesrepublik, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern vereint diese Anthologie. Dabei ist die ganze Bandbreite literarischer Formen, geschrieben vom Erstveröffentlicher bis hin zu mehrfach mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichneten Autoren der verschiedensten Altersgruppen vertreten. Stille wird dabei in sehr unterschiedlicher Weise für den Leser erfahrbar gemacht, über die Begegnung mit dem Alter, der Kindheit, mit der Natur, mit dem Tod, mit sich selber. Stille verdeutlicht sich dabei als eine individuelle Begrifflichkeit, die – wie auch der Lärm – von jedem Menschen anders erlebt und erfahren worden ist.

Wenden

Ein Lesebuch für die Wesermarsch, 2012
Geest-Verlag, Vechta, ISBN: 978-3-86685-371-3
464 Seiten, €15,00

Herausgegeben von Dörte Spiekermann und Reinhard Rakow

Literarium, Kalendarium, Reisebegleiter – all dies und vieles mehr enthält die vorliegende Anthologie, verfasst von Menschen aus der Weser¬marsch für Menschen in der Wesermarsch. Alt und Jung, Mann und Frau haben das Thema ‚Lebens- und andere Wenden‘ schreibend durch¬messen, oft genug als Schreibnovizen. Der Chor der unterschiedlichen Stimmen, Stile und Sichtweisen vereint sich zu einem Lesevergnügen, das man sich farbiger, facettenreicher und – ja, auch das! – spannender kaum vorstellen kann. Dieses Buch wurde in Zusammenarbeit mit der LEB Kreisarbeitsgemeinschaft (KAB) Wesermarsch erstellt.

Winterreise

Anthologie zu den Dritten Berner Bücherwochen, 2011
Geest-Verlag, Vechta, ISBN: 978-3-86685-317-1
512 Seiten, €18,00

Herausgegeben von Reinhard Rakow

Im Herbst 1827 vollendete Schubert die ‚Winterreise‘. Wie viele Schriften bis heute, 184 Jahre später, zu ihr entstanden sein mögen? Wie viele Regalmeter diese wohl füllen? Wie viele Gebäude? Das vorliegende Buch erweist der ‚Winterreise‘ (und dem ‚Winter‘, und dem ‚Reisen‘) facettenreich Referenz, indem es oft genug neue Sichten eröffnet, ungewöhnliche Töne anschlägt, und so Seite für Seite von der Aktualität des Themas kündet. Es belegt und es birgt die Gedanken und die Sprache unserer Zeit. Die eine andere ist als die Schuberts, auch die Sprache hat sich verändert und das Denken. Aber die Frage nach dem In-die-Welt-Geworfen-Sein und nach dessen Sinn ist geblieben. Dass dieses Buch die Rätsel der ‚Winterreise‘ nicht würde lösen können, war von vornherein klar. Dieses nicht und gewiss auch keines der Bücher, die in den kommenden 184 Jahren womöglich noch geschrieben werden. Das Mysterium bleibt und die Größe der Fragen und die Intensität des Nachdenkens. Schubert sei Dank.