Dietmar Dath

Foto: Mareike Maage

Zu Gast bei der Literarischen Woche 2017 in Bremen.

Dietmar Dath, geboren 1970, ist Schriftsteller, Übersetzer, Musiker und Publizist.Er war Chefredakteur der Zeitschrift Spex und von 2001 bis 2007 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Sein Roman ›Die Abschaffung der Arten‹ ist 2008 in letzter Minute dem Deutschen Buchpreis entkommen, wurde dafür aber 2009 mit dem Kurd Laßwitz Preis ausgezeichnet, desgleichen 2013 sein Roman ›Pulsarnacht‹.
Dietmar Dath veröffentlichte mehr als fünfzehn Romane, außerdem Bücher und Essays zu wissenschaftlichen, ästhetischen und politischen Themen.


Bücher

Leider bin ich tot

Taschenbuch, 2016
Suhrkamp, ISBN: 978-3-518-46654-4
461 Seiten, €16,99

Vielleicht gibt es Gott doch. Was, wenn er uns nicht mag?

Ein deutscher Filmregisseur flieht vor einer anstrengenden Liebe. Seine Schwester wird vom Staat verdächtigt, als radikale Islamistin einen Anschlag zu planen. Sein bester Freund aus Kindertagen kämpft als Pfarrer mit dem Teufel. Und eine Frau, die alle drei kennt, aber mehr ist als ein Mensch, öffnet die Tür zum Schlimmsten, was Menschen sich vorstellen können.

Venus siegt

Taschenbuch, 2016
FISCHER Tor, ISBN: 978-3-596-2965-3
544 Seiten, €9,99

Auf dem Planeten Venus findet in einigen Hundert Jahren ein gewaltiges soziales Experiment statt. Man will herausfinden: Gibt es eine Form des Zusammenlebens, in der Menschen, Roboter und künstliche Netzintelligenzen gleichberechtigt miteinander leben können?

In einer Revolution haben die Bewohner der Venus die irdische Herrschaft abgestreift. Doch das neue Regime, das verspricht, der Ausbeutung und Abhängigkeit ein für alle Mal ein Ende zu machen, muss sich gegen die äußeren und inneren Feinde mit harten Maßnahmen behaupten. Als Konsequenz daraus errichtet die Politikerin und Programmiererin Leona Christensen eine Diktatur.

Deutsche Demokratische Rechnung

Roman, 2015
Eulenspiegel, ISBN: 978-3-359-02471-2
240 Seiten, €17,99

Eine Liebeserzählung. Veras Vater wird beerdigt. Einsam war es um den Mann geworden, der einst der Neuen Ökonomischen Politik Walter Ulbrichts das wissenschaftliche Zahlenwerk gab. Seine Tochter verbindet wenig mit ihrem Vater und dem Land, in dem sie geboren wurde. Bis sie im Kreise der politischen Aktivisten den Journalisten Frigyes kennenlernt. Für Vera öffnet sich eine Verbindung zur Welt ihres Vaters. Langsam tastet sich die junge Frau an ihr Vermächtnis heran. Frigyes jedoch kann am Erbe der DDR nichts Gutes finden und nennt Veras Versuche traurig und grotesk.

Feldeváye

Taschenbuch, 2014
Suhrkamp, ISBN: 978-3-518-46510-3
807 Seiten, €20,00

Seit Jahrhunderten gibt es keine Kunst mehr.
Sie gilt als überwunden – durch Techniken des Möglichen, von denen die Menschen nichts wussten, als sie noch auf der Erde lebten. Jetzt haben sie viele Welten besiedelt, viele intelligente Wesen kennengelernt.
Auf Feldeváye aber, einem abgelegenen Planeten, kehrt die Kunst zurück – als Geschenk einer fremden Spezies. Ein junges Mädchen, Kathrin Ristau, stellt große Fragen: Was war Kunst, warum kommt sie wieder, was geschieht mit uns, wenn wir sie neu entdecken?

Pulsarnacht

Roman, 2012
Heyne, ISBN: 978-3-453-31406-1
432 Seiten, €13,99

Was wäre, wenn … eines Tages alles anders wäre?

Die Menschen der Zukunft haben sich weit von dem entfernt, was wir als »Mensch« kennen – und doch haben sie immer noch die alten Bedürfnisse, träumen die alten Träume, kämpfen die alten Kämpfe. Bis sich eines Tages die »Pulsarnacht« ankündigt, ein astronomisches Ereignis, nach dem sprichwörtlich nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Und wer das Geheimnis dieser Pulsarnacht kennt, kann die letzten Rätsel des Universums lösen …