disaster awareness fair, Essays 2006

Vom 17.08.2016 in

Dass Film und Massenmedien enge Berührungen mit Katastrophenfantasien haben, ist keineswegs neu und doch, spätestens mit dem Datum 11. September, höchst fragwürdig geworden. Katastrophenfilme inszenieren im Allgemeinen den Untergang der Städte, nicht des Landlebens, nicht der Natur – vielleicht weil unsere realen Stadtlandschaften ohnehin schon gezeichnet sind von diversen Desastern; apokalyptische Filme ließen sich, meint Kathrin Röggla, leicht ohne special effects und Studiotricks an bestimmten Stadtrandlandschaften drehen; die zivilisatorische Decke ist dünn, wenn der gesellschaftliche Zusammenhang aufbricht.